Konzert in der Kirche ein voller Erfolg

Ein beeindruckendes Kirchenkonzert, das schenkte das Schlüchttal-Akkordeon-Orchester Gurtweil den annähernd 200 Konzertgästen in der Gurtweiler Pfarrkirche. Dirigent Roland Schaaf ließ aber nicht die große Kirchenorgel -jüngst in den Adelsstand des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen- mitwirken, sondern die „Handorgel“, die Klänge der 33 Akkordeonisten füllten diesmal den vorweihnachtlich geschmückten Kirchenraum. Eigentlich sollte das Konzert in der Gemeindehalle stattfinden, aber die dortigen Sanierungsarb

Ann Katrin 10 Jahre SAO

eiten ließen dies nicht zu. Aber aus dieser eher zwangsbedingten Verlegenheitslösung wurde ein erfolgreiches SAO-Konzert, das sich bestens in die Erfolgsgeschichte des Akkordeon-Orchesters, das im nächsten Jahr sein 50jähriges Jubiläum feiert, eingliedern lässt. 

Nach den Willkommensgrüßen von Pater Mathias von der Seelsorgeeinheit Maria Bronnen und vom SAO-Vorsitzenden Uli Ebner entführte das virtuos spielende Orchester die Zuhörerschaft in ein klingendes Zauberland. Zur Aufführung kam unter anderem das moderne, mächtig klingende Barockstück „Saphir“, eine spannend-musikalische Geschichte mit dem Titel „Irish Castle“, eine Melodienreise durch heimatliche Gefilde mit der „Black Forest Suite“ und schließlich eine Hommage an Michael Jackson, dem „King of Pop“.

Nadine 20 Jahre SAO

 

Eine besondere  Note erhielt das Kirchenkonzert durch das Mitwirken von Hannah Scheffel, die mit ihrem Tenorsaxophon das Orchester im Stück „Baker Street“ effektvoll begleitete und somit für „eine Weltpremiere“ in der Gurtweil sorgte, so die wortgewandte Ansagerin Susanne Weber. Einen weiteren konzertanten Akzent

bewirkte auch das Gesangsolo der Akkordeonistin Claudia Böhler mit dem bekannten Lied von Leonard Cohen „Halleluja“.

Gegen Ende des zügig aufgeführten

Konzertes informierte der SAO-Vorsitzende noch darüber, dass die drei Mitglieder Roland Müller (40 Jahre),

Claudia stimmgewaltig

Ann-Katrin Lehmann ( 10 Jahre) und Nadine Werner (20 Jahre) im Rahmen des SAO-Jubiläums 2018 geehrt werden und dass nach dem Konzert ein SAO-Jubiläumskalender zum Verkauf angeboten wird.Facettenreich und konzentriert auf

beachtlichem Niveau spielend präsentierte sich das Orchester auch in den anderen Konzertstücken. Feinzarte, lyrische Klänge verzauberten die Zuhörerschaft ebenso, wie die dynamischen, ins Fortissimo steigernden Passagen, und auch die wechselnden Rhythmen wurden vom Orchester hoch präzise bewältigt. Sollte man eine Konzertbenotung vornehmen,

40 Jahre SAO Roland

dann könnte man dem Orchester guten Gewissens eine Eins mit Sternchen signalisieren.

Dass dann die Konzertgäste sich erst nach weiteren Zugaben, z.B. mit dem wunderschönen Weihnachtslied „I´m dreaming of a white Christmas“, zufrieden auf den Heimweg machten, das war nicht verwunderlich.

 

Foto Alfred Scheuble

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